Bei der Evaluation, dem ersten Schritt in der stationären Rehabilitation, findet ein umfassendes Aufnahmegespräch statt, in dem Experten die Schwere der Glücksspielsucht bewerten. Sie sprechen mit Ihnen über Ihre Spielgewohnheiten, wie oft und wie intensiv Sie gespielt haben, und schauen sich an, ob das schon Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, zum Beispiel durch ständiges Denken ans Spielen oder Lügen darüber. Das hilft, einen Plan zu machen, der genau auf Sie zugeschnitten ist. In einem ruhigen Gespräch erfassen sie auch Ihren emotionalen Zustand, wie stark Ängste oder Scham Sie belasten, und ob Depressionen oder andere Gefühle im Spiel sind, die die Sucht verstärken könnten.
Weiterhin geht es um den finanziellen Schaden: Wie viel Geld haben Sie verloren, gibt es Schulden oder haben Sie Dinge verkauft, um zu spielen? Die Berater hören sich das ohne Vorurteile an und notieren, wie das Ihre Stabilität beeinflusst, damit später Tipps kommen, wie Sie wieder auf die Beine kommen. Zum Schluss sprechen sie über den Einfluss auf die Familie, ob Beziehungen gelitten haben, Kinder darunter leiden oder Partner misstrauisch geworden sind. Das Ganze dauert oft ein paar Stunden und fühlt sich wie ein offenes Gespräch an, das Ihnen zeigt: Hier wird Ihnen wirklich zugehört.
In der Stabilisierungsphase geht es darum, den akuten Stress und die Angst zu bewältigen, die hochkommen, wenn Sie plötzlich aufhören zu spielen – das kann sich anfühlen, als ob die Welt zusammenbricht, weil der alte Ausweg fehlt. Das Team umgibt Sie mit Unterstützung, durch tägliche Check-ins, wo Sie über Ihre Gefühle reden können, und Übungen, die den Kopf freimachen, wie Spaziergänge im Grünen oder einfache Atemtechniken. Der Fokus liegt darauf, ein sicheres Umfeld zu schaffen, fernab von Versuchungen, damit Sie sich langsam entspannen und nicht allein fühlen. Emotional wird Stabilität aufgebaut, indem Sie lernen, kleine Erfolge zu feiern, wie einen Tag ohne Spielgedanken, und das Team feiert mit, was Vertrauen schafft.
Die Phase hilft, den Alltag neu zu strukturieren, mit festen Mahlzeiten und Aktivitäten, die Ablenkung bieten und zeigen, dass Leben ohne Glücksspiel Spaß machen kann. So entsteht ein Gefühl von Sicherheit, das Sie stärkt, um tiefer in die Therapie einzutauchen, ohne dass der Stress Sie überrollt.
Medikamentöse Unterstützung kommt ins Spiel, wenn starke Symptome wie extreme Unruhe oder Schlafstörungen auftreten, die das Leben unmöglich machen. Ärzte verschreiben dann vorübergehend Beruhigungsmittel oder Antidepressiva, immer unter Aufsicht, um Nebenwirkungen zu vermeiden und nur so lange, wie es nötig ist. Das Ziel ist, den Körper zu beruhigen, damit Sie klar denken und an der Therapie teilnehmen können, ohne dass die Suchtentzug Sie lähmt. Die Entscheidung trifft ein Team aus Therapeuten und Ärzten nach der Evaluation, und alles wird engmaschig überwacht.
In der Therapiephase arbeiten Sie in Einzelgesprächen an Ihren Denkmustern, die zum Spielen führen, wie der Glaube an "nächstes Mal gewinne ich". Gruppensitzungen bieten die Chance, mit anderen Betroffenen zu teilen, was Erleichterung bringt und zeigt, dass man nicht allein ist. Familienberatung hilft, Vertrauen wieder aufzubauen, indem alle Beteiligten offen reden und lernen, wie sie sich gegenseitig stützen können.
Spezialisierte Workshops lehren praktische Fertigkeiten, wie Budgetplanung, um finanzielle Kontrolle zurückzugewinnen. Relaps-Präventionsstrategien zeigen, wie man Warnsignale erkennt und umlenkt. Gesunde Lebensstil-Entwicklung umfasst Sport und Hobbys, die langfristig Freude bringen.
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Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zur Identifizierung von Glücksspiel-Auslösern |
Die Kognitive Verhaltenstherapie hilft Ihnen, die Momente zu erkennen, in denen der Drang zum Spielen aufkommt, wie Stress nach der Arbeit oder Langeweile abends. Durch einfache Übungen lernen Sie, diese Auslöser zu benennen und mit alternativen Handlungen zu kontern, was das tägliche Leben leichter macht. Es fühlt sich an wie ein Werkzeugkasten, den Sie selbst bauen, um nicht mehr hilflos zu sein. So wird das Spielen nicht mehr zur automatischen Reaktion, sondern zu etwas, das Sie steuern können. |
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Motivierende Gesprächsführung (MG) zur Stärkung des Veränderungswillens |
Motivierende Gesprächsführung weckt Ihren inneren Antrieb, indem der Therapeut Fragen stellt, die Sie über Ihre eigenen Gründe zum Aufhören nachdenken lassen, wie mehr Zeit für Familie. Es geht um kleine Schritte, die Erfolge spürbar machen und Zweifel abbauen. Das stärkt Ihr Selbstvertrauen, ohne Druck. Am Ende fühlen Sie sich motiviert, weil die Veränderung aus Ihnen selbst kommt, nicht erzwungen. |
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Finanzielle Bildungsprogramme zur Wiedererlangung der Kontrolle über Geld |
Diese Programme zeigen, wie Sie ein Haushaltsbuch führen und Ausgaben tracken, damit Geld nicht mehr wie Wasser durch die Finger rinnt. Sie lernen, Schulden zu sortieren und kleine Sparziele zu setzen, was ein Gefühl von Ordnung gibt. Es ist praktisch und alltagsnah, mit Tipps wie App-Nutzung. So gewinnen Sie Freiheit zurück und bauen Stolz auf. |
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Stressreduktionspraktiken wie Achtsamkeit und Entspannung |
Achtsamkeit lehrt, im Moment zu sein, durch Atemübungen, die den Kopf vom Spielen ablenken und innere Ruhe schaffen. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung lösen Verspannungen, die Stress auslösen. Das ist einfach zu Hause anzuwenden und reduziert den Drang grundlegend. Sie fühlen sich ausgeglichener und handlungsfähiger. |
Bei der Nachsorge und Entlassungsplanung erstellen Sie einen individuellen Plan, der nahtlos vom Klinikalltag in den Alltag überleitet, um Stabilität zu halten. Das umfasst Termine für Folgetherapien und Check-ups, damit Sie nicht allein gelassen werden. Es ist wichtig, weil der Übergang sonst überfordernd sein kann und Rückfälle begünstigt. Der Plan stärkt Ihr Selbstmanagement und zeigt Wege auf.
Die Planung beinhaltet Netzwerkaufbau, wie Kontakte zu lokalen Gruppen, um Unterstützung zu sichern. Das verhindert Isolation und hält den Fortschritt am Laufen. Es fühlt sich wie ein Sicherheitsnetz an. So können Sie stolz in den Alltag zurückkehren.
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Integrierte Therapien für mitkommende Depressionen und Ängste |
Integrierte Therapien verbinden Sucht- und Stimmungsarbeit, um Depressionen zu lindern, die das Spielen triggern. Durch Gespräche und Übungen lernen Sie, negative Gedanken zu hinterfragen. Das bringt Erleichterung und Klarheit. Es adressiert beides gleichzeitig für nachhaltigen Erfolg. |
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Psychiatrische Unterstützung und Medikation, falls erforderlich |
Psychiater bewerten, ob Medikamente wie Antidepressiva helfen, Symptome zu mildern, immer passgenau. Regelmäßige Checks sorgen für Anpassung. Das stabilisiert den Alltag. Es ist unterstützend, nicht dominant. |
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Lebensfähigkeits-Coaching für Entscheidungsfindung und langfristige Stabilität |
Coaching trainiert Alltagsentscheidungen, wie Priorisieren, für mehr Balance. Es baut Routinen auf, die halten. Das gibt Selbstvertrauen. Langfristig führt es zu einem erfüllten Leben. |
Das Behandlungsumfeld in der Dual-Diagnose-Rehab in Hamburg ist ein geschützter Raum, wo Sucht und psychische Probleme parallel bearbeitet werden, mit täglichen Gruppen und Einzeln. Es nutzt Methoden wie KVT und Achtsamkeit, um Symptome zu managen und Ursachen zu heilen. Das dient der ganzheitlichen Stabilisierung, damit Sie lernen, mit beidem umzugehen. Teams aus Psychiatern und Therapeuten sorgen für Koordination. Es fühlt sich unterstützend an, nicht überfordernd.
Verfügbare Unterstützung umfasst ambulante Folgetermine und Gruppen, von lokalen Zentren bereitgestellt, die den Klinikplan fortsetzen. Das passiert durch wöchentliche Meetings, um Fortschritte zu besprechen. Es ist essenziell, um Rückfälle zu vermeiden und Stabilität zu sichern. Betroffene fühlen sich begleitet.
Peer-Coaching durch erfahrene Teilnehmer bietet emotionale Stütze, organisiert von Nachsorge-Teams. Es beinhaltet Telefonate und Treffen, um Alltagsherausforderungen zu meistern. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Es hilft, Motivation hochzuhalten.
Die Tagesbehandlung funktioniert so, dass Sie tagsüber in einer Einrichtung sind, abends nach Hause gehen – ideal, wenn Sie Arbeit oder Familie balancieren müssen. Bedingungen sind eine stabile Wohnsituation und Motivation, mit wöchentlichen Gruppen und Einzelgesprächen, die 4-6 Stunden dauern. Kosten übernimmt meist die Krankenkasse nach Bewertung. Wichtig zu wissen: Es erfordert Disziplin, da Versuchungen zu Hause lauern, aber es baut Routinen auf. Viele berichten von mehr Unabhängigkeit. Der Fokus liegt auf praktischen Skills wie Trigger-Management. Teilnehmer lernen in einem strukturierten Tag, mit Pausen und Aktivitäten, die den Alltag simulieren. Es ist flexibel, aber intensiv – perfekt für den Einstieg in die Erholung. Regelmäßige Fortschrittsgespräche sorgen für Anpassung. In Hamburg gibt es Angebote, die nahtlos zu stationärer Pflege überleiten.
Abendprogramme laufen nach Feierabend, 2-3 Mal wöchentlich abends, damit Sie tagsüber normal leben können. Bedingungen: Leichte bis mittlere Sucht, keine akuten Krisen, mit Gruppen zu Themen wie Relaps-Prävention. Dauer bis zu 12 Monate, anonym und kostenlos über Kasse. Zu wissen: Es passt zu Berufstätigen, baut Netzwerke auf, erfordert aber Commitment. Sie teilen Erfahrungen in entspannter Atmosphäre, lernen Coping-Strategien. In Hamburg sind sie zugänglich, mit Fokus auf Finanzen und Emotionen. Es fühlt sich machbar an, ohne den Alltag zu stören. Regelmäßige Evaluationen halten es effektiv. Viele finden hier langfristige Balance.
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Rehabilitationszentrum |
Lage, Adresse |
Behandlungsarten |
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Psychiatrische Institutsambulanz für Abhängigkeitserkrankungen, Asklepios Klinik Nord |
Ochsenzoll, Henny-Schütz-Allee 3, 22419 Hamburg |
Stationäre und tagesklinische Behandlung mit Fokus auf Glücksspiel- und Internetabhängigkeit, Einzel- und Gruppentherapien, psychiatrische Diagnostik, Akupunktur und Entspannungsmethoden. |
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie |
Eppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg |
Ambulante und stationäre Therapien inklusive Dual-Diagnose-Behandlung, Kognitive Verhaltenstherapie, Motivationsförderung und Nachsorgeplanung für Glücksspielsucht. |
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SuchtTherapieZentrum Hamburg (STZ), Martha-Stiftung |
Harburg, Schloßmühlendamm 30, 21073 Hamburg |
Ambulante Rehabilitation mit Gruppen- und Einzeltherapien, Vermittlung in stationäre Aufenthalte, Fokus auf Verhaltenssucht und integrierte psychosoziale Unterstützung. |